wir sind alle Nir Katz(einer der zwei opfern)

 

Zehntausende Israelis demonstrieren für Homosexuelle

 

 Eine Woche nach dem Anschlag auf einen Schwulen-Treffpunkt

haben Zehntausende Israelis ihre Solidarität mit der homosexuellen

Minderheit demonstriert.

 

Präsident Schimon Peres und zahlreiche Politiker stellten sich an die

Spitze der Kundgebung auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv, einem der

wichtigsten Protestplätze des Landes. "Die Schüsse, die auf die homosexuelleGemeinde gerichtet  waren, haben uns alle getroffen - als Volk, als Juden, als Israelis", sagte Peres in einer Rede auf dem mit Regenbogen-Fahnen geschmückten Podium. "Kriminelle machen

uns keine Vorschriften."

 

Am vergangenen Samstag war in der Küstenmetropole ein vermummter Bewaffneter in ein Zentrum für homosexuelle Teenager eingedrungen und hatte Nir, einen 26-jährigen Mann sowie Liz, ein 16-jähriges Mädchen erschossen. 5 weitere Gäste wurden verletzt. Der Täter entkam. "Israel wird sich niemals mit einem solchen Verbrechen abfinden und wir werden nicht ruhen, bis wir denVerbrecher zur Rechenschaft gezogen haben", betonte Peres.

 

Das weltoffene Tel Aviv hat eine lebendige Schwulenszene. Offen gezeigte Homosexualität wird jedoch in den konservativen Teilen der israelischen Öffentlichkeit scharf abgelehnt. In Jerusalem kommt es bei Schwulenparaden regelmäßig zu gewaltsamen Protesten ultra-orthodoxer Juden, aus deren Sicht Homosexualität eine Abkehr vom gottgewollten Weg ist.

 

Quelle: Reuters./ Bildern : Gil Lavi

 

 

 

wir sind solidarisch mit den Opfern, ihren Angehörigen und Freund/innen und wollen ein deutliches  Zeichen gegen homophoben Hass und Gewalt setzen,egal wo auf dieser Welt.

wir solle nicht vergessen, dass Israel der einzige Staat des Nahen Ostens ist,in dem die Rechte von Lesben und Schwulen geschützt werden. Viele dieser mittlerweile geschaffenen Rechte, wie etwa die Stiefkindadoption oder die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen, gehen dabei weit über die österreichische Gesetzgebung hinaus, die in diesen Punkten der israelischen hinterherhinkt.

Umso schockierender war dieser Anschlag für die israelische Gesellschaft, deren Wut und Trauer über dieses Verbrechen wir teilen. Spontan fand sich die israelische Zivilgesellschaft auf den Straßen, um ihre Solidarität mit den Opfern zu demonstrieren, während die politischen Spitzen von links bis rechts dieses Hassverbrechen verurteilten und damit ein klares Zeichen

gegen Homophobie und für Tel Aviv als einer der offensten, kreativsten und tolerantesten Städte der Welt gesetzt haben. Auch homosexuelle Palästinenser/innen fliehen aus Angst vor Verfolgung durch ihre eigene Regierung dorthin, um in Israel Schutz zu suchen. Solidarität mit der Tel Aviver Queer Community heißt daher gleichzeitig Solidarität mit der

einzigen Demokratie im Nahen Osten, die für andere Staaten der Region, wo die Verfolgung von Schwulen und Lesben an der Tagesordnung steht, als Vorbild dienen sollte. Daher weisen wir die Äußerungen jener zurück, die den Vorfall in Tel Aviv nur dazu benutzen, ihre israelfeindlichen und antisemitischen Ressentiments loszuwerden.

 

 

 

 

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